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Schlaffenster-Rechner: weniger Zeit im Bett, mehr Schlaf

Wer schlecht schläft, verlängert meist die Zeit im Bett – früher hinlegen, länger liegen bleiben, tagsüber ausruhen. Verständlich, aber es hält die Schlaflosigkeit aufrecht: Das Bett wird zum Ort des Wachliegens. Die wirksamste Gegenmaßnahme ist paradox: die Zeit im Bett vorübergehend verkürzen, bis der Schlaf sie wieder ausfüllt.

Diese Schlafrestriktion ist der stärkste Baustein der Kognitiven Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) – dem in den Leitlinien empfohlenen Verfahren der ersten Wahl, noch vor Schlafmitteln. Der Rechner ermittelt aus einer Woche Schlaftagebuch Ihre Schlafeffizienz und daraus Ihr persönliches Bettzeit-Fenster.

Alle Daten bleiben auf Ihrem Gerät Wöchentliche Anpassung Ausdruck für die Sitzung

Bitte therapeutisch oder ärztlich begleiten lassen. Schlafrestriktion erhöht in den ersten ein bis zwei Wochen die Tagesmüdigkeit – das ist Teil des Verfahrens, kann aber die Fahrtüchtigkeit und die Konzentration bei der Arbeit beeinträchtigen. Nicht geeignet bei bipolarer Störung, Epilepsie, Schlafapnoe, Narkolepsie, in der Schwangerschaft sowie bei Berufen mit hoher Unfallgefahr. Klären Sie außerdem körperliche Ursachen ärztlich ab, bevor Sie beginnen.

So funktioniert es 1 · Eine Woche protokollieren. Morgens kurz eintragen, geschätzt genügt – nachts bitte nicht auf die Uhr sehen. 2 · Fenster einhalten. Vor der berechneten Zeit nicht hinlegen, morgens fest zur selben Zeit aufstehen – auch am Wochenende. 3 · Wöchentlich anpassen. Effizienz über 85 %: 15 Minuten mehr. Unter 80 %: 15 Minuten weniger, nie unter 5,5 Stunden. 4 · Tagsüber wach bleiben. Kein Nickerchen, kein früheres Hinlegen „zum Ausgleich" – der Schlafdruck ist Ihr Verbündeter.
Was Schlafeffizienz bedeutet

Schlafeffizienz ist der Anteil der Zeit im Bett, den Sie tatsächlich schlafend verbringen. Gesunder Schlaf liegt bei etwa 85–95 %. Wer acht Stunden im Bett liegt und sechs davon schläft, kommt auf 75 % – das Bett ist dann über weite Strecken ein Ort des Wachliegens.

Der Rechner nutzt die Standardregeln der Schlafrestriktion. Er ersetzt keine schlafmedizinische Diagnostik.

Passend dazu Ratgeber: Schlaf und Psyche Schlafprotokoll zum Ausdrucken Wöchentlicher Verlaufs-Check-in

Ihre Wochen im Überblick

Ihre Angaben liegen ausschließlich im Speicher dieses Browsers – nichts wird übertragen. Damit nichts verloren geht: regelmäßig eine Sicherungsdatei speichern oder die Übersicht ausdrucken.

Begleitung

Die ersten zwei Wochen sind die schwersten

Genau dann brechen viele ab – kurz bevor es wirkt. In der Therapie planen wir das Fenster gemeinsam, fangen die schwierige Anfangsphase ab und ergänzen, was zur Schlafrestriktion dazugehört: Umgang mit dem Gedankenkreisen im Bett, Aufstehregel bei langem Wachliegen, realistische Erwartungen an eine Nacht.

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