Behandlungsschwerpunkt

Borderline: Wege zu stabileren Gefühlen und Beziehungen

Gefühle wie ein Sturm, Beziehungen zwischen Nähe und Rückzug, innere Leere – eine Borderline-Störung ist sehr belastend, aber deutlich besser behandelbar als ihr Ruf.

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Woran erkennt man eine Borderline-Störung?

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.31) zeigt sich vor allem in drei Bereichen – meist seit dem Jugend- oder frühen Erwachsenenalter:

  • Intensive Gefühlsstürme: Emotionen kommen schnell, heftig und halten lange an; schon kleine Auslöser können eine kaum aushaltbare innere Anspannung erzeugen, die sich schwer regulieren lässt.
  • Instabile Beziehungen und Selbstbild: Beziehungen schwanken zwischen Idealisierung und Abwertung, begleitet von großer Angst vor dem Verlassenwerden; das eigene Selbstbild fühlt sich oft unklar oder widersprüchlich an.
  • Impulsivität und innere Leere: Impulsive Handlungen, selbstverletzendes Verhalten als Versuch, unerträgliche Anspannung zu beenden, und ein chronisches Gefühl von Leere.

Viele Betroffene haben früh gelernt, dass Gefühle gefährlich oder unerwünscht sind. Wichtig zu wissen: Borderline ist keine Charakterschwäche – sondern ein erlernbares Muster im Umgang mit überwältigenden Gefühlen. Und genau deshalb veränderbar.

Die Behandlung: Struktur, Skills und neue Beziehungserfahrungen

Die S3-Leitlinie empfiehlt eine strukturierte, störungsspezifische Psychotherapie. Ich arbeite verhaltenstherapeutisch mit Elementen der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT): Im Zentrum steht ein Skills-Training, mit dem Sie lernen, Hochspannung zu regulieren, Gefühle zu verstehen und Krisen zu bewältigen – ohne sich selbst zu schaden.

Darauf aufbauend bearbeiten wir mit schematherapeutischen Methoden die tieferliegenden Muster in Beziehungen und Selbstbild. Klare Absprachen und ein gemeinsamer Krisenplan geben der Therapie einen verlässlichen Rahmen.

Quellen & Leitlinien

Die Inhalte dieser Seite orientieren sich an der S3-Leitlinie „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ sowie den diagnostischen Kriterien der ICD-10. Fachlich verantwortlich: Sevket Medik, M.Sc.-Psych., approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Fachkunde Verhaltenstherapie). Zuletzt fachlich geprüft: 7. Juli 2026.

Borderline-Behandlung in Hamburg oder online – deutschlandweit

Meine Praxis liegt zentral in der Hamburger Innenstadt (Hamburg-Neustadt), am Valentinskamp 30 – wenige Gehminuten vom Gänsemarkt entfernt und mit U-Bahn (U1/U2 Gänsemarkt/Stephansplatz) und Bus aus allen Hamburger Stadtteilen wie Altona, Eimsbüttel, Winterhude oder Wandsbek gut erreichbar. Wenn Sie nicht in Hamburg leben oder flexibel bleiben möchten, biete ich die Behandlung der Borderline-Störung auch per Videosprechstunde deutschlandweit an – auf Deutsch und Türkisch.

Häufige Fragen

Ist Borderline überhaupt behandelbar? +

Ja – deutlich besser als ihr Ruf. Strukturierte, störungsspezifische Verfahren wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und die Schematherapie zeigen in Studien gute und stabile Effekte. Viele Betroffene erreichen langfristig eine deutliche Besserung – die Diagnose ist keine lebenslange Festlegung.

Wie läuft die Behandlung bei Ihnen ab? +

Verhaltenstherapeutisch und mit klarer Struktur: Am Anfang stehen ein gemeinsames Verständnis Ihrer Muster, ein Krisenplan und Skills-Training zur Anspannungs- und Gefühlsregulation. Darauf aufbauend bearbeiten wir Beziehungsmuster und tief verankerte Grundüberzeugungen – mit Elementen aus DBT und Schematherapie.

Was ist mit Selbstverletzung oder Krisen? +

Beides hat in der Therapie ausdrücklich Platz: Wir erarbeiten früh einen individuellen Krisenplan und Skills als Alternativen zur Selbstverletzung. In akuten Notlagen erreichen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (rund um die Uhr, kostenfrei) – bei akuter Gefahr wählen Sie den Notruf 112.

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