Kostenlos · Ohne Anmeldung

Ihr Therapie-Verlauf: der wöchentliche Check-in

Veränderung in einer Therapie verläuft selten geradlinig – und im Rückblick erinnern wir vor allem die letzten Tage. Wer regelmäßig kurz festhält, wie es ihm geht, sieht Entwicklungen, die im Alltag untergehen: dass die schlechten Tage seltener werden, dass ein Ziel doch näher gerückt ist, oder dass sich seit Wochen nichts bewegt – und die Behandlung nachjustiert werden sollte.

Genau das ist der Gedanke der rückmeldungsbasierten Therapie: Studien zeigen, dass Behandlungen wirksamer verlaufen, wenn Verlauf regelmäßig gemessen und gemeinsam besprochen wird – besonders dann, wenn es zwischendurch nicht vorangeht.

Alle Daten bleiben auf Ihrem Gerät Dauer: rund 2 Minuten Auch ohne Therapie nutzbar
So nutzen Sie den Check-in
1Wählen Sie einen festen Wochentag – etwa Sonntagabend – und füllen Sie die neun Fragen aus.
2Formulieren Sie ein bis drei eigene Ziele so konkret wie möglich und schätzen Sie wöchentlich ein, wie nah Sie ihnen sind.
3Bringen Sie die Kurve zur Sitzung mit – ausgedruckt oder auf dem Handy. Sie ist ein guter Einstieg ins Gespräch.
Was gemessen wird

Wohlbefinden erfasst der WHO-5, ein etablierter Kurzfragebogen der Weltgesundheitsorganisation (0–100, höher ist besser).

Belastung erfasst der PHQ-4 zu Anzeichen von Angst und Niedergeschlagenheit (0–12, niedriger ist besser).

Zielerreichung schätzen Sie selbst ein – denn ob eine Therapie hilft, entscheidet sich an Ihren Zielen, nicht an Punktwerten.

Beide Fragebögen beziehen sich hier bewusst auf die letzten 7 Tage, damit ein wöchentlicher Vergleich möglich ist.

Der Check-in ist ein Beobachtungsinstrument, keine Diagnostik. In akuten Krisen erreichen Sie rund um die Uhr den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 – im Notfall die 112.

Ihr Verlauf

Damit nichts verloren geht

Ihre Daten sichern

Ihre Angaben liegen ausschließlich im Speicher dieses Browsers – sie werden nicht übertragen und sind für mich nicht einsehbar. Der Preis dieser Privatsphäre: Wenn Sie den Browserspeicher leeren, das Gerät wechseln oder der Browser selbst aufräumt, sind die Einträge weg. Mit einer Sicherungsdatei bleibt Ihr Verlauf erhalten – Sie können sie jederzeit hier wieder einlesen, auch auf einem neuen Gerät.

Drei Wege, den Verlauf dauerhaft zu behalten 1 · Sicherungsdatei – etwa einmal im Monat speichern und in Ihre Cloud legen oder sich selbst per E-Mail schicken. Sicherste Variante, funktioniert auf jedem Gerät. 2 · Seite als App speichern – auf dem iPhone über „Teilen › Zum Home-Bildschirm", auf Android über das Browsermenü. Installierte Seiten räumt der Browser nicht nach einigen Wochen Inaktivität auf; so geht die Installation. 3 · Ausdruck – die gedruckte Kurve ist die Fassung, die keine Technik braucht. Bringen Sie sie zur Sitzung mit.

Nutzen Sie den Check-in nicht im privaten Modus des Browsers – dort wird beim Schließen des Fensters alles gelöscht.

Warum das hilft

Fortschritt sichtbar machen – und Stillstand früh erkennen

In meiner Praxis bespreche ich Verläufe regelmäßig mit Ihnen: Wo hat sich etwas bewegt, wo nicht, und was folgt daraus für die nächsten Wochen? Kurven ersetzen kein Gespräch – aber sie machen ehrliche Gespräche leichter, weil sie zeigen, was Erinnerung gern glättet. Wenn sich über mehrere Wochen nichts verändert, ist das kein Scheitern, sondern ein Hinweis: Dann passen wir Vorgehen, Frequenz oder Ziele an.

Erstgespräch anfragen Zum Übungsraum