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Expositions-Begleiter: sich der Angst stellen – und daraus lernen

Sich einer gemiedenen Situation auszusetzen ist der wirksamste Baustein bei Angst- und Zwangsstörungen. Entscheidend ist dabei nicht, wie lange Sie durchhalten, sondern eine Überraschung: die Erfahrung, dass das Befürchtete nicht eintritt – oder dass Sie es aushalten, wenn es eintritt.

Genau diese Überraschung geht verloren, wenn man sie nicht festhält: Im Rückblick erinnern wir vor allem die Angst, nicht ihren Ausgang. Dieser Begleiter hält beides fest – vorher Ihre Befürchtung, währenddessen Ihre Anspannung, hinterher, was tatsächlich passiert ist.

Expositionen planen Sie am besten in der Therapie – nicht allein. Welche Situation zuerst, wie groß der Schritt, wie lange, welches Sicherheitsverhalten wegfällt: Diese Entscheidungen entscheiden über Erfolg oder Rückschlag und gehören ins gemeinsame Gespräch. Nutzen Sie diesen Begleiter deshalb für Übungen, die Sie mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten vereinbart haben – er ersetzt keine Behandlung, sondern hält fest, was Sie dabei erleben.

Alle Daten bleiben auf Ihrem Gerät Mit Timer und Anspannungskurve Ausdruck für die Sitzung
Vier Regeln, die den Unterschied machen Gemeinsam planen. Legen Sie Situation, Dauer und Schrittgröße vorher in der Therapiesitzung fest – dieser Begleiter ist für die Durchführung zwischen den Sitzungen gedacht. Konkret befürchten. „Es wird schlimm" lässt sich nicht widerlegen. „Ich werde ohnmächtig" schon. Sicherheitsverhalten weglassen. Wer sich festhält, ablenkt oder Beruhigungstropfen dabei hat, schreibt den guten Ausgang genau dem zu – und lernt nichts. Nicht auf null warten. Ziel ist nicht die Angstfreiheit, sondern die Erfahrung: Ich halte das aus, und es geht vorbei. Wiederholen und variieren. Andere Orte, andere Tageszeiten, andere Begleitumstände – so wird das Gelernte belastbar.

Beginnen Sie Expositionsübungen bitte nicht auf eigene Faust: Eine zu große oder ungünstig gewählte Übung kann Vermeidung verstärken statt sie abzubauen. Bei Panikstörung, Zwängen, Traumafolgen, Essstörungen oder körperlichen Vorerkrankungen ist therapeutische Planung besonders wichtig. In Krisen: 116 117, Telefonseelsorge 0800 111 0 111, im Notfall 112.

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Ihre Beweissammlung

Ihre Übungen liegen ausschließlich im Speicher dieses Browsers – nichts wird übertragen. Damit nichts verloren geht: regelmäßig eine Sicherungsdatei speichern oder die Übungen ausdrucken.

Begleitung

Den ersten Schritt muss niemand allein gehen

In der Therapie planen wir Expositionen gemeinsam: klein genug, um machbar zu sein, groß genug, um etwas zu lernen. Die ersten Übungen begleite ich, spätere führen Sie selbst durch – dieser Begleiter hält Ihre Erfahrungen dazwischen fest.

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